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Hessen verfügt über eine herausragende Forschungs- und Wissenschaftslandschaft zum Thema Elektromobilität. Dieses gilt für die Grundlagenforschung ebenso wie für den Bereich der angewandten Forschung.
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Hochschulen und Universitäten
© Gino Crescoli | Dreamstime.com
An folgenden Hochschulen und Universitäten wird derzeit zum Thema Elektromobilität gelehrt und geforscht:
  • Technische Universität Darmstadt
  • Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Universität Kassel
  • Philipps-Universität-Marburg
  • European Business School, Wiesbaden
  • Hochschule Darmstadt
  • Hochschule Fulda
  • Hochschule RheinMain
  • Fachhochschule Frankfurt
  • Fachhochschule Gießen-Friedberg

Im Nachfolgenden werden einige Forschungsaktivitäten an den hessischen Hochschulen beispielhaft hervorgehoben:

Die TU Darmstadt kooperiert mit dem Fraunhofer LBF. Daneben wird an der TUD zum Themenfeld Antrieb und Leistungselektronik sowie Ladetechnologien geforscht. Außerdem laufen Arbeiten zu elektrisch betriebenen Bremsen, die für elektromobile Anwendungen von Relevanz sein könnten.

Die JLU Gießen hat in den letzen Jahren innerhalb der Chemie und Materialwissenschaften einen deutlichen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Elektrochemie aufgebaut. In den Fachgebieten Chemie und Physik sind mittlerweile mehrere Arbeitsgruppen vernetzt im Themenfeld tätig.

Die Universität Kassel forscht zu Fahrzeugsystemen und Antriebstechniken sowie zu elektrischen Energieversorgungssystemen. Hierzu besteht ein Forschungsverbund der Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. 

Im Fachbereich Chemie der Philipps-Universität Marburg wird unter dem Titel „Materialforschung für Lithium-Batterien“ zu

  • neuen Lithium-Leitsalzen
  • zu neuen Additiven zur Erhöhung der Lithiumionen-Leitfähigkeit für Lithiumionen-Akkumulatoren und
  • zu neuen ionischen Flüssigkeiten als Elektrolyte 

geforscht.

Das Automotive Institute for Management (AIM) der EBS arbeitet an dem Thema „Antriebskonzepte der Zukunft“. Neben Antriebstechnologien werden u.a. auch Aspekte zur Ladeinfrastruktur, Regulierung, Ressourcen, Wertschöpfung und Mobilitätskonzepte betrachtet.

An der Hochschule Darmstadt besteht eine Forschergruppe, die sich mit SmartGrids beschäftigt. Zusätzlich wird ein Einpersonen-Elektro-Zugfahrzeug entwickelt.

Die Hochschule RheinMain forscht zu Brennstoffzellen.

Die Fachhochschule Fulda arbeitet zu Batteriemanagementsystemen und Ladetechnologien.

Am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnik (Campus Friedberg) der Fachhochschule Giessen-Friedberg wird die Module „Leistungselektronik“, „Elektrische Antriebe“ gearbeitet sowie ein „Labor für elektrische Antriebe“ angeboten. Das Kompetenzzentrum für Verkehr, Mobilität, Automotive werden verschiedene Projekte zur Elektrifizierung von Fahrzeugen bearbeitet.
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Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

An folgenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird derzeit zum Thema Elektromobilität gelehrt und geforscht:

  • Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF), Darmstadt
  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), Kassel
  • Institut für sozial-ökologische Fragen (ISOE), Frankfurt.

Fraunhofer LBF

Das Fraunhofer LBF leistet mit seinem „Zentrum für Systemzuverlässigkeit / Elektromobilität ZSZ-e“ wichtige Beiträge, die funktionale Sicherheit und Zuverlässigkeit von Antrieb und Energiespeicher künftiger Fahrzeuggenerationen zu erhöhen sowie Synergiepotenziale für andere Anwendungen in Elektronik und Elektrotechnik zur Verfügung zu stellen.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Traktionskomponenten von Elektrostraßenfahrzeugen stehen im Fokus: eine hochmoderne Prüf- und Testumgebung für HV-Batteriesysteme, die multiphysikalische Erprobungsbedingungen ermöglicht – also mechanische, elektrische und thermische Lasten für die Batterieprüfung zusammenführt. Auf weiteren Laborflächen werden spezielle Antriebsstrangprüfstände, u. a. für Traktionsantriebe, elektrische Radnabenmotoren und sogar Ganzfahrzeuge, betrieben. Weiterhin werden mit einer messtechnisch vollständig ausgerüsteten eigenen Fahrzeugflotte relevante Nutzungs- und Lastszenarien von Elektroautos untersucht.

Die Wissenschaftler haben auch ein generator-elektrischen Konzeptfahrzeug entwickelt. Hier sind, anders als bei bekannten Range-Extender Konzepten, die Komponenten zur Energieerzeugung und -speicherung auf die größtmögliche Energieeffizienz abgestimmt und gewährleisten einen elektrischen Antrieb ohne Reichweitenproblem.  Das Frauhofer LBF arbeitet auch in öffentlichen Projekten mit, z. B. Well2Battery2Wheel,  Well2Wheel, Kritikalität Seltener Erde, DieMo.

Fraunhofer IWES

Das Fraunhofer Instituts für Windenergie und Systemtechnik (IWES), Kassel forscht und entwickelt in folgenden Themenbereichen:

  • Simulation elektrochemischer Speicher
  • Nutzung von Elektrofahrzeugen als flexible Speicher im Netz
  • dezentrales Energiemanagement in Elektrofahrzeugen
  • Roaming und automatisches Laden
  • induktives Laden
  • Infrastruktur für E-Mobilität
  • Stromparkplatz und Prüfstände
  • praktische Erprobungen im Testfeld Smart Grids und E-Mobility


Institut für sozial-ökologische Fragen, ISOE

Beim ISOE werden in Bezug auf die Elektromobilität aktuell schwerpunktmäßig zwei Projekte bearbeitet, dabei besteht mit der FH Frankfurt eine Kooperation.

Bei dem Projekt „Future Fleet“ werden im Rhein-Neckar-Raum zum einen bei dem Softwarehersteller SAP AG in Walldorf, zum anderen bei der Mannheimer MVV Energie AG betriebliche Fahrzeugflotten mit Elektroautos ausgerüstet. In dem Projekt geht es darum, den Nutzen für die Umwelt zu untersuchen, ein optimales betriebliches Flottenmanagement zu erproben und die Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern zu untersuchen.

In einem zweiten Projekt wird geprüft, inwieweit die Umstellung auf Elektromobilität die Umwelt tatsächlich entlastet.