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Zurück in die Zukunft – das Elektroauto wird 125

Der deutsche Unternehmer und Erfinder Andreas Flocken baute das erste Elektroauto vor 125 Jahren

Ist vom Elektroauto die Rede, haften diesem oft Schlagworte wie Zukunftstechnologie und Innovation an. Tatsächlich feiert das erste wirkliche Auto mit Elektroantrieb im Jahr 2013 abseits der breiten Öffentlichkeit sein 125-jähriges Jubiläum. Der Erfinder war ein Deutscher.

Die Ehre das erste Elektroauto gebaut zu haben gebührt dem deutschen Unternehmer und Erfinder Andreas Flocken. In der eigenen "Coburger Maschinenfabrik A. Flocken" gefertigt, fuhr das vierrädrige Fahrzeug erstmals 1888 und konnte zwei Passagiere befördern.

Als Basis diente ein Kutschenwagen, der mit einem Elektromotor versehen wurde. Die Energie lieferten vermutlich Bleiakkumulatoren. Dass Flocken sich dabei regenerativer Energie bediente, also praktisch “grünen Strom“ benutzte, ist heute ein interessantes, weil hochaktuelles Detail. Dieser Umstand war allerdings keinem ökologischem Grundgedanken geschuldet, sondern rein praktischer Natur. Als Mitpächter der Städtischen Schleifmühle betrieb er dort eine selbstkonstruierte Dynamomaschine.

Flocken Elektrowagen Original   Flocken Elektrowagen Rekonstruktion

Flocken Elektrowagen 1888 und Rekonstruktion 2011 (Quelle Franz Haag)

Traumquoten für Elektroautos

Zu Beginn des 20. Jahundertsndreas Flocken, ein Elektromobil für den Nahverkehr zu schaffen ist heute aktueller denn je und treibt eine Vielzahl von Menschen an, die passenden Lösungen in Zeiten komplexer Anforderungen zu finden. Damit schließt sich nach 125 Jahren ein Kreis. Die Realisierung dieser Idee in vielfältigen Variationen wird auch in Zukunft weiter gehen.

Zukunftsfähige Technologie

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel und das Wissen um die Endlichkeit fossiler Brennstoffe haben das Elektromobil als zukunftsfähige Technologie wieder in den Fokus von Forschung und Entwicklung gerückt. Nach dem nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung sollen bereits 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Ein ehrgeiziges Ziel, waren doch am 1. Januar 2012 gerade mal 4.541 reine Elektroautos in Deutschland zugelassen. Dass der Elektromobiltät dennoch ein großes Zukunftspotential zugeschrieben wird, beweisen nicht zuletzt die Forschungs- und Entwicklungsprogramme der großen Automobilunternehmen.

Die Marke Flocken lebt

Die Marke Flocken® befindet sich heute im Besitz von Franz Haag, der sich die Rekonstruktion des Flocken Elektrowagens zur Aufgabe gemacht hatte und diesen im Jahr 2011 wieder auf die Straße brachte.

Die Begeisterung für die Elektromobilität lässt Franz Haag auch heute nicht los und bringt ihn dazu eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. So entsteht das Konzept für ein preisgünstiges Elektrofahrzeug, das speziell auf den innerstädtischen Individualverkehr zugeschnitten ist und den Anforderungen in Bezug auf Mobilität, Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit gerecht wird.

„Der Urbano® ist die evolutionäre und konsequent an den Bedürfnissen orientierte Weiterentwicklung des Flocken Elektrowagens“, so Franz Haag.

Die Idee von Andreas Flocken, ein Elektromobil für den Nahverkehr zu schaffen ist heute aktueller denn je und treibt eine Vielzahl von Menschen an, die passenden Lösungen in Zeiten komplexer Anforderungen zu finden. Damit schließt sich nach 125 Jahren ein Kreis. Die Realisierung dieser Idee in vielfältigen Variationen wird auch in Zukunft weiter gehen.

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Elektrisiert in die Zukunft

Vorträge – Automobilhistoriker Mom blickt zurück, Zukunftsforscher Horx voraus – Frauen mögen eher leise Autos

Vorträge und Präsentationen zur Eröffnung der Ausstellung „125 Jahre Elektromobilität“ zeigten die das Potenzial der E-Mobilität für kommende Verkehrslösungen.

Mit dem Schwung der Geschichte in eine starke Zukunft: Dieses Szenario für die weitere Entwicklung elektrischer Antriebe in der Individualmobilität zeichnete die Festveranstaltung „125 Jahre Elektromobilität“ am gestrigen Freitagvormittag im Rathaus. Rund 70 Gäste waren auf Einladung der Stadt und der Hessischen Staatskanzlei zu der Jubiläumsfeier gekommen.

Dass die Integration elektrischer Antriebe in Autos kein neues Problem ist, zeigte der niederländische Automobilhistoriker Gijs Mom in seinem Vortrag zur Geschichte des Elektroautos: Erste Modelle und Versuche gab es schon 1835 in Groningen (Niederlande) und 1880 in Paris. Aber erst Ende des 19. Jahrhundert nahm die Elektromobilität an Fahrt auf, in London beispielsweise entstanden ganze Taxiflotten mit Elektromotor.


Feuerwehr elektrisch und unter Dampf

Die zweite Generation der Elektroautos im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts bildeten dann vor allem Nutzfahrzeuge, erklärte Mom: Feuerwehrgroßfahrzeuge in Berlin (mit Elektro-Dampf-Hybridantrieb) zählten ebenso zu dieser Familie wie Postautos und Milchlieferwagen. Zu den Problemen gehörten damals die Batterien – an deren Optimierung die Ingenieure auch heute noch arbeiten. Letztlich setzt sich daher der Wagen mit Verbrennungsmotor für das Automobil durch.

Im heutigen Rennsport steht die Elektromobilität längst in den Startlöchern. So wird das Rennteam der Hochschule Rhein-Main, die „Scuderia Mensa“, das „Rolling Chassis“ des neuen elektrisch angetriebenen Boldiden am heutigen Samstag vorstellen.

Als dritte E-Mobil-Generation führte der niederländische Experte schließlich Autos an, die äußerlich den Automobilen mit Verbrennungsmaschine gleichen. Die neuesten Ergebnisse dieser Entwicklung parkten am Freitagmorgen vor dem Rathaus.

Weit in die kommenden Jahre der E-Mobilität mit ganz anderen E-Vehikeln blickte dagegen Zukunftsforscher Matthias Horx in seinem Vortrag „Visionen der Elektromobilität“. Als wichtige Stellschrauben für die Zukunft des Elektroautos nannte Horx unter anderem den demografischen und geografischen Wandel (immer mehr Einpersonenhaushalte, immer mehr Menschen in Großstädten und urbanen Ballungsräumen). Städte seien energieeffizienter und würden immer stärker wachsen – rund 75 Prozent der Weltbevölkerung werde 2050 in Städten leben, sagte Horx voraus.

Zukunftsforscher Matthias Horx

Zukunftsforscher Matthias Horx (Quelle: Frank Hüter)


„Autogebrauch verändert sich“

Weitere Faktoren, die E-Mobilität stärken, sei die zunehmende wirtschaftliche Kraft und damit Entscheidungskraft von Frauen. Denn gerade Frauen seien viel offener gegenüber den rationalen Argumenten für ein Elektroauto, während Männer eher von einem Auto verlangten, dass es kräftige Motorgeräusche erzeuge. Zudem spiele für junge Menschen das Auto keine so wichtige Rolle als Statussymbol mehr. „Die Struktur des Autogebrauchs verändert sich“, resümierte Horx und gab dies der Autoindustrie als Warnung mit auf dem Weg. Man dürfe also nicht heutige Verkehrsmuster linear in die Zukunft denken, warnte der Zukunftsforscher.

Die von Horx beschriebene Zukunft der E-Mobilität ist eine Facette städtischer Zukunft, zu den beispielsweise kreatives Co-Working in umgewidmeten, stadtnahen Fabrikgeländen gehört. Überhaupt soll die Bedeutung der Stadtzentren wieder steigen. „Die Dominanz des Autos hat die Struktur der Stadt einst zerschlagen“, sagte der Zukunftsforscher. Das könne sich mit neuen Mobilitätsformen wie der E-Mobilität wieder ändern, wenn diese die Phase der Ablehnung und Adaption hinter sich gebracht haben. Vor allem in Metropolregionen habe das E-Auto ein massives Nischenpotenzial, sagte Horx, zurzeit werde es aber durch die Industrie zurückgehalten, weil sie andere Interessen habe.

Die derzeitige Ablehnung der Nutzer basiere auch darauf, dass Elektroautos immer mit Benzin-Fahrzeugen verglichen würden. Dass E-Autos vor allem bei kleinen Strecken sehr effektiv seien, habe sich noch nicht durchgesetzt. Allerdings brauche eine neue Auto-Kultur auch neue Systeme, etwa die Möglichkeit zur sporadischen Miete von herkömmlichen Autos. Neben der Technik gehört auch die Ästhetik für Horx zur Zukunft des E-Autos: Es müsse seine besondere Leistung im Design mehr nach außen zeigen. Vielleicht so wie die Studie Opel RAK e, die in der Ausstellung zu sehen ist.


Quelle: Echo Online
RÜSSELSHEIM 27. April 2013 | | pts |

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Flocken trifft Ampera

Ausstellung – „125 Jahre Elektromobilität in Deutschland“ im Rathaus eröffnet

Ein Neubau mit klassischen Genen – das ist der „Flocken“, den Franz Haag 2011 gebaut hat. Denn das Fahrzeug ist die detailgenaue Rekonstruktion des ersten alltagstauglichen Elektroautos, das Andreas Flocken im Jahr 1888 vorstellte. Auf diese technische Geburtsstunde nahm am Freitag die von der Stadt Rüsselsheim und dem Land Hessen ausgerichtete Festveranstaltung „125 Jahre Elektromobilität in Deutschland“ Bezug. Die Ausstellung in der Rotunde des Rathauses ist am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag zu sehen.

Flocken Elektromobil

Flocken Elektromobil (Quelle: Frank Hüter)

Flocken stieß mit seinem Wagen 1888 eine Bewegung an, die heute immer mehr Bedeutung in den Visionen für eine umweltfreundliche Mobilität erhält. Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) verwies denn auch stolz auf zwei Fahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark der Wiesbadener Staatskanzlei, die in Rüsselsheim gezeigt wurden, darunter ein Opel Ampera. Einen Wagen dieses Modells hatte unter anderem auch die Stadt Rüsselsheim ausgestellt. „Mit Elektromobilität wollen wir in Hessen etwas bewegen“ sagte der Staatsminister im positiv doppeldeutigen Sinn zur elektrischen Flotte in Wiesbaden. „Wir wollen mit der Elektromobilität die Mobilität der Menschen in Zukunft sichern“, erläuterte Rainer Bomba, der für diese Technik zuständige Staatssekretär im Bundesverkehrsministeriums, die Notwendigkeit der Entwicklung in diesem Bereich.

Ähnliches wird auch Andreas Flocken aus Coburg geplant haben, als er 1888 sein kutschenähnliches Fahrzeug baute. Damals war der Kraftwagen mit Verbrennungsmotor gerade einmal zwei Jahre alt und Bertha Benz startete zu ihrer Pionierfahrt von Mannheim nach Pforzheim – die Reise gilt als erste Langstreckenfahrt eines Automobils überhaupt. Im selben Jahr baute Flocken seinen Elektrowagen und sorgte dabei zugleich für die eine Energieversorgung durch eine mit Wasserkraft angetriebene Dynamomaschine. An solchen Lösungen für die umweltfreundliche Mobilität arbeiten Ingenieure auch heute wieder.

Unter den Besuchern der Ausstellungseröffnung waren neben Vertretern von Stadt und Land auch die Hochschule Rhein-Main und Autohersteller Opel sowie Ingenieurunternehmen und auch die Familie Opel vertreten. Der Name Opel zog sich auch als Leitmotiv durch die Fahrzeugpräsentation in der Rotunde und im Außenbereich. Im Rathaus war die Studie „RAK e“ von 2011 zu sehen, draußen standen neben dem aktuellen Ampera unter anderem auch der Elektro-GT von 1971 und der Kadett Impuls 1 von 1990. Opel hat diese Versuchsfahrzeuge, wichtige Schritte auf dem Weg zur serienreifen E-Mobilität, in der eigenen Sammlung erhalten.

Opel RAK e
Studie Opel RAK e (Quelle: Frank Hüter)

Der echte „Flocken“ von 1888 hingegen ging verloren. Deshalb hat der Kraftfahrzeugsachverständige Franz Haag aufgrund der spärlichen verfügbaren Informationen über das Original den Elektrowagen nachgebaut. Viele Elemente des auf einem historischen Doktorwagen basierenden Nachbaus erinnern an die Geburt des Originals aus dem Geiste der Kutschenzeit. So werden die Holzräder über eine Drehschemellenkung gesteuert, die Kraft der Elektromaschine wird von Riemen auf die Hinterachse übertragen. Als Energiespeicher für den rund einem PS leistenden Motor dient ein Bleiakkumulator. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegt bei rund 15 Kilometer pro Stunde, die heute so oft diskutierte Reichweite beträgt rund 40 Kilometer.

Quelle: Echo Online
RÜSSELSHEIM 27. April 2013 | | pts |

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Opel Ampera im Dienst der Forschung und Lehre

Unternehmen übergibt Elektrofahrzeug an die Hochschule Rhein-Main

Rüsselsheim. Im Rahmen der Veranstaltung „125 Jahre Elektromobilität in Deutschland“, zu der Land Hessen und  Stadt Rüsselsheim eingeladen hatten,  übergab Opel einen elektrischen Ampera an die  Hochschule Rhein-Main.  Das Fahrzeug soll  für Forschung und Lehre zur Elektromobilität eingesetzt werden.  Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen dem Publikum in der Rüsselsheimer Innenstadt eine Ausstellung mit historischen Exponate zur Geschichte der Elektromobilität wie  Elektro GT, Kadett Impuls und EV1.

„Der Opel Ampera ist das erste voll alltagstaugliche Elektrofahrzeug in Europa. Sein Konzept ist nach wie vor unerreicht. Jetzt wird eines unserer Versuchsfahrzeuge an der Hochschule Rhein-Main quasi ein zweites Leben starten“, betonte Dr. Christian Kunstmann, als Chefingenieur verantwortlich für die Elektrifizierung des Antriebsstranges in Europa, bei der Übergabe an den Präsidenten der Hochschule Rhein-Main, Professor Dr. Detlev Reymann, vor dem Rüsselsheimer Rathaus. Kunstmann ergänzte: „Die Anwesenheit des Leiters der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, und des Rüsselsheimer Oberbürgermeisters Patrick Burghardt bei der Übergabe unterstreicht die große Bedeutung, die die Stadt Rüsselsheim und das Land Hessen der Nachwuchsförderung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften und der Unterstützung der Hochschulen seit Jahrzehnten gemeinsam mit Opel zumessen“.

Opel Ampera

Opel Ampera © GM Company

Der übergebene Ampera, ausgestattet mit der einzigartigen Technologie zur Reichweitenverlängerung, war bislang für die Ingenieure des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums in Rüsselsheim unterwegs. Bei Validierungsfahrten durch ganz Europa und in unterschiedlichen Klimazonen hat der Versuchsbolide bereits 48.000 Kilometer zurückgelegt.

 

Langjährige Zusammenarbeit mit der Hochschule

Für Opel ist Nachwuchsförderung seit jeher wichtig und die  Hochschule am Unternehmensstandort nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein. Die Gesellschaft zur Förderung des Ingenieurstudiums in Rüsselsheim e.V., deren Vorsitz und Geschäftsführung traditionell von leitenden Managern des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums übernommen wird, trägt dazu bei, die Ausbildung des Ingenieurnachwuchses weiter zu verbessern. Derzeit steht Exekutiv-Chefingenieur Professor Dr. Tobias Sünner der Gesellschaft vor. Der eingetragene Verein hilft dort mit Rat und Tat, wo staatliche Förderung an ihre Grenzen stößt.

An der Hochschule Rhein-Main wird der Ampera in den Laboren der Kfz-Technik und der Elektrotechnik zum Einsatz kommen. Er dient damit als Basis für berufspraktische Semester und wird für Bachelor-Thesis-Arbeiten herangezogen. Zudem sind Projektarbeiten im Rahmen des 2013 gegründeten Forschungscampus RheinMain, einem Zusammenschluss des Standorts Rüsselsheim mit den Hochschulen Frankfurt, Darmstadt und Rüsselsheim, möglich.

Die Technikspende ist nach der Aufnahme der Hochschule Rhein-Main in den weltweiten IT-Forschungsverbund PACE von General Motors im vergangenen Jahr ein weiterer Schritt in der engen Zusammenarbeit zwischen Opel und seiner Standorthochschule. Seit vielen Jahren unterstützt Opel ebenfalls das Team „Scuderia Mensa“ der Hochschule im Rahmen der weltweiten „Formula Student“ Rennserie, einem studentischen Wettbewerb für die Entwicklung, Konstruktion und Produktion kleiner Rennfahrzeuge auf Basis von Elektro- und Verbrennungsantrieben.

Quelle: media.opel.de
RÜSSELSHEIM 29. April 2013