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25 Nov 2019

Hessen unterstützt Stadt Frankfurt bei Anschaffung von Elektrobussen mit 2,8 Millionen Euro



Peter Feldmann, Alois Rautschka, Tarek Al-Wazir
Peter Feldmann, Alois Rautschka, Tarek Al-Wazir

Hessen unterstützt die Stadt Frankfurt bei der Anschaffung von Elektrobussen mit weiteren 2,8 Millionen Euro. Den Bescheid übergab Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir heute an Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann: "Der Verkehr muss klimaneutral und die Luft in unseren Städten sauberer werden“, sagte der Minister. "Die Umrüstung der Busflotten auf E-Antrieb ist ein wirksamer Beitrag dazu. Hessen hat deshalb als erstes Bundesland ein eigenes Förderprogramm für Elektrobusse aufgelegt. Daraus stellen wir jährlich fünf Millionen Euro bereit."

"Der Einsatz alternativer Antriebstechnologien ist ein wichtiger Schritt hin zur Klimaneutralität der Stadt Frankfurt am Main. Rund ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes geht auf das Konto des Verkehrs – da besteht definitiv Handlungsbedarf", erklärt der Oberbürgermeister. Die Herausforderung sei es, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig die städtische Mobilität auf hohem Niveau zu erhalten.

Al-Wazir lobte Frankfurts Engagement für einen sauberen und klimaschonenden öffentlichen Nahverkehr. "Frankfurt ist sehr aktiv bei der Umstellung seiner Busflotte auf alternative Antriebe. Es ist wichtig, innovativen Konzepten die Chance zu geben, sich im Alltag zu bewähren."

Die vom hessischen Wirtschaftsministerium bereitgestellten Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro fördern die Anschaffung von 9 Gelenk- und zwei Solobussen, ebenso den Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur sowie die Erweiterung des Netzanschlusses am Busdepot Rebstock. Damit sind die Investitionsmehrkosten für die Elektrobusse zu etwa 40 Prozent gedeckt. Die neuen Fahrzeuge sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 auf den innerstädtischen Linien 37 und 33 des Busbündels C eingesetzt werden, das ab diesem Zeitpunkt von der städtischen Busgesellschaft In-der-City-Bus bedient wird. "Dank der Förderung des Landes Hessen können auf zwei innerstädtischen Linien im Gutleutviertel und rund um den Hauptbahnhof lokale Emissionen maßgeblich verringert werden. Geräuschreduktion ist ein weiterer positiver Effekt. Neben Straßenbahn und U-Bahn ist das ein weiter Schritt zu mehr E-Mobilität in Frankfurt am Main", erklärt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

Die positive Haltung gründet auf dem Erfolg der Elektrifizierung der Linie 75, die im Dezember 2018 realisiert wurde. "Die Einsatzstabilität der Batteriebusse ist mit herkömmlichen Dieselbussen vergleichbar, genau wie die laufleistungsabhängigen Betriebskosten. Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile den Nachteil der höheren Investitionskosten bei weitem", resümiert ICB-Geschäftsführer Christian Schaefer die Erfahrungen mit den Elektrobussen im Fahrbetrieb. Jetzt werden erstmals Erfahrungen mit elektrischen Gelenkbussen gesammelt. Die ICB wird – genau wie bei den 5 ersten E-Bussen – den Standort bei laufendem Betrieb mit der notwendigen Infrastruktur bestücken und die Bestandsgebäude entsprechend optimieren. Die neuen Busse sollen ebenfalls in der Nacht im Betriebshof mit Energie versorgt werden. "Die umfassende Erfahrung aus der Integration der ersten 5 E-Busse hilft uns bei allen Aspekten des bevorstehenden Projekts. Allerdings geraten wir damit auf dem Betriebshof tatsächlich an unsere Grenzen für die Ladung von Elektrobussen", so Christian Schaefer.

"Die Stadt Frankfurt am Main verfolgt das Ziel, bis 2030 den gesamten Busverkehr, und damit auch die Busflotte der städtischen Busgesellschaft ICB, mit alternativen Antriebsformen zu betreiben. Die Elektrifizierung der Linien 33 und 37, die mittels Strom aus 100 Prozent regenerativer Energie erfolgen soll, senkt die lokalen Emissionen und zahlt auch positiv auf die Minderung der globalen Emissionen ein", erläuterte Feldmann.

Der ICB-Fuhrpark umfasst derzeit 145 moderne Solo- und Gelenkbusse der Schadstoffklassen EEV und Euro VI, einen Hybridbus sowie 5 Elektrobusse. Für Anfang 2020 ist die Nachrüstung von 25 älteren Gelenkbussen der Schadstoffklasse EURO V EEV mit hochwirksamen NOx-Minderungssystemen geplant. Parallel zur bevorstehenden Anschaffung der 11 Elektrobusse ist der Einsatz von 22 Brennstoffzellenbussen auf den Linien 36 und 64 geplant. Sofern auch dieses Projekt realisiert wird, fährt bereits Ende 2020 rund ein Drittel aller ICB-Fahrzeuge klimaneutral durch den Frankfurter Stadtverkehr. "Ein Antrag zur Landesförderung von Brennstoffzellenbussen und begleitender Infrastruktur wird aktuell von der ICB vorbereitet", informierte der Oberbürgermeister.

Die 100%tige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH wurde von der Stadt Frankfurt mit zwei Linienbündeln (D und E) betraut. Im Rahmen der Direktvergabe betreibt die ICB folgende Linien des Tagesverkehrs: 30, 31, 32, 34, 36, 38, 39, 41, 42, 43, 44, 63, 64, 66 und 75. Dazu kommen die Nachtbuslinien n2, n5 sowie n62 und n63. Diese Linien decken den Busverkehr in der Frankfurter Kernstadt sowie in den östlichen Stadtteilen ab. Die Tagesfahrleistung beträgt wochentags und außerhalb der Ferien ca. 19.000 km.

Die ICB setzt mehr als 140 moderne Omnibusse (zweiachsige Solo- und dreiachsige Gelenkbusse) der Schadstoffklassen EEV und EURO VI, einen Hybridbus sowie 5 Elektrobusse ein. Pro Jahr absolviert die Flotte annähernd sechs Millionen Fahrplankilometer. Die Busflotte steht außerdem für zusätzliche Fahrleistungen im Messe- und Schienenersatzverkehr sowie für Gelegenheitsverkehre zur Verfügung. Sie wird in der Werkstatt des Omnibus-Betriebshofs Rebstock gewartet und von dort aus eingesetzt. Ab Ende 2020 wird die ICB auch die Linien des Busbündels C bedienen, von denen zwei Linien komplett elektrisch betrieben werden sollen.

Das Land Hessen fördert die insgesamt elf E-Busse und Ladepunkte aus Mitteln des Programms "Beschaffung von Elektrobussen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen". Die Antragstellung kann jederzeit bei der Hessen Agentur erfolgen: www.innovationsfoerderung-hessen.de/elektrobusse

Die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) hat dabei mit einem Impulsberatungsangebot unterstützt: Was ist wichtig, wenn Elektrobusse eingeführt werden? Welche Technologie ist die geeignetste? Wie muss die Infrastruktur aufgebaut sein?

 

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