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Hessen
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Elektromobilität

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Elektromobilität

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Alle Fahrzeuge, die mit Elektromotoren angetrieben werden, können ihre Energie dazu aus grundsätzlich zwei Speicherarten erhalten: einer Brennstoffzelle oder einer Batterie. Die Hessische Landesregierung unterstützt beide Arten der Elektromobilität.

Seit April 2002 besteht die Wasserstoff-und Brennstoffzellen-Initiative Hessen. Es ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Hochschulen und Institutionen in diesem Bereich. Die Initiative ist in der Fachwelt anerkannt und gut vernetzt. Als sichtbarster Ausdruck der erfolgreichen Arbeit werden ab dem Jahr 2012 insgesamt 20 Brennstoffzellenfahrzeuge (von Daimler, Honda und Opel) in Hessen fahren.

Im Jahr 2008 startete die Landesregierung mit der Umsetzung verschiedener Projekte in der Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Baustein ist die nachhaltige Nutzung der Elektromobilität. Gleichzeitig hat sich Hessen in einem Wettbewerb mit anderen Regionen in Deutschland als eine von acht Modellregionen für Elektromobilität durchgesetzt. Seitdem wurden die verschiedenen Arten der batteriegetriebenen Elektromobilität in Hessen erprobt. Dazu gehören nicht nur Elektroautos, sondern auch E-Fahrräder, E-Lieferfahrzeuge und vieles mehr. Im Zeitraum 2009 – 2011 wurden so rund 500 Fahrzeuge auf die Straße gebracht und mehr als 250 Ladesäulen errichtet.

Hessen hat bereits jetzt im Bereich der Elektromobilität viel vorzuweisen. Wir haben die besten Voraussetzungen, diese in den nächsten Jahren noch auszubauen. Dafür wird die Landesregierung ihren Beitrag aktiv und entschlossen leisten.
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Anwendungsbereiche

Leitungsgebundene Elektromobilität

Ein großer Teil der Mobilitätsbedürfnisse werden bereits heute über die elektrische Energieversorgung abgedeckt. Dazu gehören der elektrische Eisenbahnfernverkehr und die S-, U- und Straßenbahnen. Durch den weiteren Ausbau dieser Verkehrsmittel insbesondere im städtischen Umfeld  können die Vorteile der Elektromobilität weiter verstärkt werden.

Bild: Straßenbahn in Ffm
Strassenbahn in Frankfurt am Main (Quelle: Bombardier)

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PKWs

Im Mittelpunkt der derzeitigen Diskussion um Elektromobilität steht vor allem der Individualverkehr mit Personenkraftwagen. Hier zur Orientierung eine kurze Übersicht über die verschiedenen Antriebsformen:

Hybridantrieb

Als Hybridantrieb bezeichnet man die Kombination aus mindestens zwei unterschiedlichen Motoren, die parallel oder abwechselnd zum Einsatz kommen.

Quelle: BMU
Quelle: BMU



  • Mildhybrid Ein Mildhybrid ist mit einem kleinen Elektromotor ausgestattet, der beim Anfahren den Verbrennungsmotor unterstützt.

  • Vollhybrid Fahrzeuge mit Voll-Hybridantrieb haben einen Verbrennungs- sowie einen Elektromotor. Beide Motoren können das Fahrzeug unabhängig voneinander aber auch leistungsverzweigt antreiben. Die Batterie kann nicht an der Steckdose (Ladestation) aufgeladen werden.

  • Plug-in-Hybrid Ein Plug-in Hybrid kann zusätzlich über eine normalen Steckdose mit Strom versorgt werden.

  • Range Extender Der Range Extender (Reichweitenverlängerer). ist ein kleiner Verbrennungsmotor mit Generator, der nur dann anspringt, wenn der Batteriestrom zur Neige geht. Er liefert den Strom für die Batterie, treibt das Fahrzeug jedoch nicht direkt an.


Elektrofahrzeuge


Reine Elektrofahrzeuge sind ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet. Ihren Strom beziehen sie aus einer Batterie im Fahrzeug, die über das Stromnetz aufgeladen wird.

Brennstoffzellenfahrzeuge sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, bei denen die elektrische Energiegewinnung aus den Energieträgern Wasserstoff oder Methanol durch eine Brennstoffzelle erzeugt wird. Die Reichweite ist größer als bei anderen elektrischen Antriebsformen.



Elektrofahrzeug in Wolfhagen

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Transporter und Nutzfahrzeuge

Elektrotransporter, Elektrobusse und Elektronutzfahrzeuge wie z.B. Müllsammelfahrzeuge sind im besonderen Maße geeignet, Umweltbelastungen zu reduzieren, da sie lokal fast keine Schadstoffe emittieren. Gerade in hoch belasteten Innenstädten und Umweltzonen tragen sie so dazu bei, die Belastungen zu reduzieren.

Vielfältige Nutzungen werden z.Z. getestet.

E-Bus in Offenbach
E-Bus in Offenbach

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Elektro Zwei- und Dreiräder

E-Bike/Fahrräder mit Elektroantrieb fahren ohne Tretunterstützung und sind in Deutschland versicherungspflichtig. Ein Mofa-Führerschein wird benötigt. Fahrradwege dürfen nur genutzt werden, sofern sie für Kleinkrafträder zugelassen sind.

Pedelec (Pedal Electric Cycle) ist ein Fahrrad mit Elektro-Hilfsmotor. Der Elektromotor unterstützt die Tretkraft bis max. 25 km/h. Ohne Tretbewegung gibt der Motor keine Leistung ab. Das Pedelec ist führerscheinfrei.

 

Elektrofahrräder erleben derzeit einen Boom. Es steht bereits eine ausgereifte Technik mit einer akzeptablen Reichweite zur Verfügung. Die Verkaufszahlen wachsen schnell und belaufen sich zurzeit bei 100.000 Stück pro Jahr in Deutschland.

Elektrofahrräder sind komfortabel und leicht zu bedienen. Sie bieten im Kurzstreckenbereich eine echte Alternative zum Pkw.

Elektrofahrrad
Elektrofahrrad (Quelle: Riese und Müller)

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Segway

Ein Segway ist ein aufrecht stehender zweirädriger Elektroroller mit einer automatischen Selbstbalance, der mittlerweile in vielen Bereichen wie z.B. bei der Polizei, eingesetzt wird.

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Elektroroller / Elektroscooter

Elektromotorroller gibt es heute vor allem in den EG-Fahrzeugklassen L1e (45 km/h Höchstgeschwindigkeit, mindestens mit Führerschein M ab 16 Jahren bzw. B) sowie L3e (bis 11 kW Nennleistung, ab 18 Jahren mit mindestens Führerschein A1 bzw. B vor dem 01.04.1980), außerdem gedrosselt bis 80 km/h Höchstgeschwindigkeit bei maximal 11 kW Nennleistung mit Führerschein A1 zwischen 16 und 18 Jahren).

Bild: Mitarbeiter der Uni-Ffm testen E-Roller
Mitarbeiter der Uni-Ffm testen E-Roller (Quelle: Goethe-Universität Frankfurt)

E-Roller der Klasse L3e haben eine Reichweite von 50 bis 100 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 bis 110 km/h.

Die wesentlichen Vorteile von E-Rollern gegenüber herkömmlichen Rollern sind:

  • geringere Lärmemissionen
  • keine lokalen Abgasemissionen
  • geringerer Wartungsaufwand (durch den Wegfall des Verbrennungsmotors sind weniger Verschleißteile vorhanden)
  • geringe Betriebskosten
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Elektrische Mobilitätshilfen

Im Bereich der elektrischen Mobilitätshilfen gibt es zahlreiche neuere Entwicklungen.

Ihr Wert muss insbesondere vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft gesehen werden. Sie reichen von Mobilitätshilfen, die bei vorübergehender oder anhaltender gesundheitlicher Beeinträchtigung oder bei altersbedingten Beeinträchtigungen angewandt werden können, bis zu neuartigen Apparaturen zur Mobilität bei schweren Behinderungen.

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Einsatzmöglichkeiten Elektrofahrzeuge

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen ist vielseitig, ganz gleich ob im privaten, gewerblichen oder kommunalen Umfeld. Besonders interessant ist die Nutzung für Pendler, Fahrten in die Innenstädte, Anschlussmobilität bei längeren Reisen und in Firmenflotten.

Neben den vielfältigen Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten der Elektromobilität wird in der aktuellen Diskussion als Mangel oft die geringe Reichweite der E-Autos genannt. Die geringe Reichweite spielt nur dort eine Rolle, wo Fahrten über 100 km zu erledigen sind. Wird hingegen ein Fahrzeug nur für den innerstädtischen Einsatz genutzt, kann die Aufladung bequem über Nacht erfolgen.

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Stromtankstellen
in Hessen

Stromtankstellen in Deutschland
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