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Förderung von Elektrobussen 

Hessen soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Bereits bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 30 % sinken. Auch im Verkehrsbereich sind zur Erreichung dieser Ziele weitreichende Anstrengungen erforderlich.

Um die Umstellung auf einen umweltfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehr zu erleichtern und zu beschleunigen, fördert das Land Hessen die Anschaffung von Elektrobussen und den Aufbau der dafür erforderlichen Infrastruktur. Förderfähig sind Niederflur-Midibusse (mit einer Mindestlänge von 8m), Solobusse und Gelenkbusse.

Antragsberechtigt sind die hessischen Landkreise, die hessischen kreisfreien Städte, Kommunen sowie öffentliche und private Verkehrsunternehmen, die Aufgaben des ÖPNV erfüllen.

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Art und Umfang der Förderung 

Die Zuwendung erfolgt als anteiliger Zuschuss von bis zu 40 % der Investitionsmehrausgaben des E-Busses zum vergleichbaren Bus mit Verbrennungsmotor.

Für den Aufbau der Ladeinfrastruktur kann ebenso ein Zuschuss von bis zu 40 % der Investitionsausgaben beantragt werden. Die maximale Fördersumme pro Ladepunkt beträgt dabei 400 Euro pro Kilowatt installierter Ladeleistung. Der Netzanschluss kann darüber hinaus mit bis zu 100.000 Euro bezuschusst werden.

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Antragsverfahren

Die Fördermaßnahme wird von der Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums als Projektträger durchgeführt. Die Antragstellung kann jederzeit erfolgen. Das Antragsverfahren erfolgt einstufig. Das Antragsformular finden Sie hier.

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Der Elktrobus in Fulda

Der erste vom Land Hessen geförderte Elektrobus

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Die RhönEnergie plant ein zukunftsweisendes Modellprojekt: Ab dem Jahr 2018 soll in Fulda der erste Elektrobus fahren. Das Projekt wird durch das Land Hessen in Höhe von 228.000 € unterstützt.

„Die Hessische Landesregierung sieht in der E-Mobilität große Chancen im Hinblick auf Umweltschutz und Lebensqualität, vor allem im innerstädtischen Bereich“, sagte Minister Tarek Al-Wazir. „Deshalb hat sich die Landesregierung sehr früh dazu entschieden, die Anschaffung von Elektrobussen für den Alltagseinsatz im Öffentlichen Personennahverkehr auch finanziell zu fördern.“ Daher freut sich Al-Wazir, der RhönEnergie den ersten Förderbescheid übergeben zu können

Thomas Lang, der Geschäftsführer der RhönEnergie Bus GmbH, berichtet: „Wir haben Ende Januar 2017 bei der HessenAgentur GmbH über das Hessen Modellprojekt E-Busförderung einen Förderantrag gestellt und im April 2017 die Zusage für eine Zuwendung in Höhe von 228.000 Euro erhalten.“

Dabei sind Elektrobusse heutzutage noch echte Raritäten. Bisher werden derartige Fahrzeuge nur in Kleinserien gefertigt. Entsprechend höher ist der Anschaffungspreis: Ein konventioneller Dieselbus kostet knapp 300.000 Euro, ein Elektrobus rund 700.000 Euro.

Die erheblichen Mehrkosten werden durch die Fördermittel des Landes Hessen zum Teil aufgefangen. Es sei wichtig, trotzdem den ersten Schritt zu wagen. Schließlich versprechen sich die Verantwortlichen durch das Projekt eine Signalwirkung für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs. Je mehr konventionelle Busse durch Elektrobusse ersetzt werden, desto eher werden die Anschaffungskosten sinken, so Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir.

Der Minister betonte: „Hessen ist damit das erste Bundesland mit einer E-Bus-Förderung für Busse im Alltagsverkehr. Wir brauchen Projekte wie das der RhönEnergie Bus GmbH, um die E-Busse schneller am Markt zu etablieren. Der Elektrobus ist ein sehr guter Weg, das städtische Klima zu entlasten: Keine lokalen Verbrennungs- und Geräuschemissionen bei hoher Leistungsfähigkeit. Ich bin sehr gespannt, wie sich die E-Busse im Alltagseinsatz bewähren.“

 

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